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Am 20. Mai 2014 war es wieder soweit. Der gesellige Kreis der evangelischen Pfarrgemeinde Vilshofen reiste in die Nähe von Landau/Isar zu dem "Wachsenden Felsen" der sich in einen kleinen Ort namens Usterling befindet. Auch die Usterlinger Kirche mit dem spätgotischen Flügelaltar aus dem Jahre 1520 musste besichtigt werden. Erwartet wurden die 35 Teilnehmer Vorort von Herrn Fischer (Archaelogie Museum Landau) und der zuständigen Mesnerin der dortigen Kirche. Als erstes besichtigten wir die Usterlinger Kirche mit dem aufwendig jüngst restaurierten Altar. Die Mesnerin zeigte und erklärte diesen ausführlich. Die künstlerisch und hochwertigen Schnitzereien auf dem Flügelaltar zeigen Szenen aus dem Leben der Evangelisten und eine Szene der Taufe Christi durch Johannes den Täufer an. Die Figuren Johannes Baptist und Johannes Evangelist stammen aus der Schule von Leinberger in Landshut. Anschließend wurde von den Teilnehmern der "Wachsende Felsen" besichtigt. Ein in ganz Deutschland einmaliges Naturdenkmal, der auch als Johannisfelsen bezeichnet wird. Ein talwärts fließendes Bächlein hat im Laufe von Jahrtausenden mit seinem stark kalkhaltigen Wasser eine wandartige rund 50 m langen und bis zu drei Meter hohen Felsen aufgebaut. Zu sehen ist ein handbreiter Felsrücken an dem immer noch dieses kleine Bächlein hinab fließt und über eine Felsnase in sein natürliches Becken endet. Ein sehr faszinierender Anblick erwartete unsere Teilnehmer. In jedem Naturdenkmal steckt auch eine besondere Legende. Dieses Wasser soll bis heute eine heilende Wirkung bei Augenerkrankungen besitzen. Noch heute und besonders am 24. Juni zu Johannis waschen sich Menschen der Umgebung damit ihre Augen. Der wunderschöne sonniger Nachmittag nach Usterling wurde im nahegelegenen Oberhöcking mit einer kräftigen Brotzeit beendet. Den Wirtsleuten ein herzlichen Vergelt`s Gott. 

Einen besonderen Dank an die Usterlinger Mesnerin und an Herrn Fischer für die fachkundige Erklärung der beiden Sehenswürdigkeiten.