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Am 17. September 2014 war es wieder soweit. Der Feierabendkreis der evangelischen Kirchengemeinde von Eging am See ging auf eine "Weltreise" in das österreichische Mühlviertel zu den Labyrinthen. Natürlich hatte der Wettergott uns "irdischen Engel" einen wunderschönen, sonnigen Tag gesandt. Von Eging am See fuhren wir über Passau donauwärts über die Landesgrenze ins Mühlviertel einer alten Kulturlandschaft zwischen Böhmerwald und Donau. Trotz widriger Straßenverhältnisse (einige Baustellen erforderten so manchen Umweg), gelangten wir wohlbehalten an unseren Bestimmungsort. Labyrinthe gibt es schon seit Jahrtausenden und in allen Kulturen. Als Sinnbild für den Lebensweg des Menschen, verkörpern sie mit ihren verschlungenen Wegen zur Mitte Anfang und Ende des irdischen Daseins. Leider konnten wir nur zwei der drei erschaffenen Kreise besichtigen. Das PflanzenLabyrinth der Begegnung mit dem Thema: zu sich selbst, mit den Mitmenschen, dem Symbol und der sich bietenden Weite und der Pflanzenvielfalt. Ein herrlicher Garten der Gerüche und farbenprächtiger Vielfalt zeigte sich uns. Die Stille und die innere Einkehr mit sich selber war zu spüren. Weiter ging die Reise. Eine Autoviertelstunde weiter erschloss sich uns das KunstLabyrinth der Wandlung. Aus der Ferne zeigte sich bereits auf einen grünen Hügel ein "deutsches Stonehage". Ein achteckiges gotisches Labyrinth mit sechs Umgängen mit den Themen - Wandlung und Verwandlung in der Polarität von Werden und Vergehen, Abschiednehmen und Neubeginn, Geburt und Tod wurden durch diese "Steinbilder" dargestellt. Imposante geformte Steinsäulen und Statuen des Künstlers beeindruckte so manchen. Eine wunderschöne Reise zu unseren österreichisches Nachbarn, die mit einer relaxen Körperhaltung auf einer Holzliege, nahe eines Labyrinthes zu Ende ging. Ein herzliches Dankeschön an Frau Pfarrerin Gallas für diesen ausserhalb stattfindenden Kunstgenuss.

"Falsch oder Richtig?" Ist die ständige Frage der Welt. "Bleibe nicht Stehen!" Ist die Antwort des Labyrinths.