Geistliche Impulse

Wieder laden die Glocken des Katharina-von-Bora-Gemeindezentrums in Eging am See zur Andacht ein. Darum:

Herzlich willkommen zur Andacht zum persönlichen Gebet zum Sonntag Trinitatis 2022!

Vielleicht haben Sie es schon selbst entdeckt: Dieses Orgelvorspiel nimmt den Anfang eines der populärsten Morgenlieder "Aus meines Herzens Grunde" auf und verwendet dieses Motiv mehrmals. Johann Christoph Bach (1642-1703) hat das Orgelstück komponiert. Das Lied steht im Evangelischen Gesangbuch unter Nr. 443.

Die erste Strophe:

Aus meines Herzens Grunde / sag ich dir Lob und Dank / in dieser Morgenstunde, / dazu mein Leben lang, / dir, Gott, in deinem Thron, / zu Lob und Preis und Ehren / durch Christus, unsern Herren, / dein`eingebornen Sohn.

Liebe Schwestern und Brüder!

Der Name dieses ersten Sonntages nach dem Pfingsfest ist zusammengesetzt aus den lateinischen Worten "Tri" und "unitatis", was so viel bedeutet wie "Drei in Einheit". Es wird damit die Lehre von der Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit oder Trinität Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist in einem Wesen zum Ausdruck gebracht.

Das Trinitatisfest gibt es erst seit etwa 1000 Jahren.

Gott ist unendlich groß, unfassbar und verborgen. Dennoch hat er sich uns barmherzig offenbart in seinem Wesen als ein dreieiniger Gott. Melanchthon hat mal sinngemäß gesagt: "Das Wesen Gottes lässt sich nicht erforschen. Wir tun gut daran; ihn anzubeten." Denn vor allem ist er heilig. Darum haben auch unsere Vorfahren zu diesem Sonntag das Wort aus Jesaja 6, Vers 3: "Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!" Das deutsche Wort "Gott" kommt hier nicht drin vor, sondern das Wort "HERR Zebaoth",. Es bezeichnet Gott als den Herrn der himmlischen Mächte, die überall bewahren und Leben fördern. Übrigens: Das hebräischen Originalwort für Gott heißt "EL" und bedeutet "Anfängliche Autorität" also wie es in einem Liede heißt. "Von Gott kommt alles her." Alles hat seinen Anfang in Gott - der auf dem Thron sitzt, wie es im Lied heißt. Das erinnert an das griechische Wort für Gott "Theos= Sitzhaber".

Seit 2018 gibt es einen neuen Spruch für die Woche ab Trinitatis: Das bekannte Wort aus dem 2.Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 13, Vers 13: "Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!" Gnade, Liebe und Gemeinschaft, 3 Begriffe für die Zuwendung Gottes zu uns. Damit beschließt Paulus diesen Brief. Und ich möchte meine Gedanken zum Sonntag Trinitatis auch damit beschließen. -AMEN-

Herzlich lade ich ein, mit mir zu beten:

Herr, unser Gott, lieber Vater im Himmel. Du hast jeden von uns gemacht. Jeder von uns ist anders. Du liebst jeden von uns. Hilf uns erkennen, dass du alles gut gemacht hast. Herr Jesus Christus, du bist das Licht für Welt, du schenkst, dass auch wir Licht der Welt sind. Du willst allen Menschen helfen. Du sendest uns, Gutes zu tun, damit wir anderen Menschen den Lebensweg hell machen. Halt uns bei dir. Heiliger Geist. Du führst uns zusammen und schenkst uns gute Gemeinschaft. Bleibe bei uns. Gib uns neue Hoffnung, hilf allen Kranken, tröste die Traurigen und lehre uns leben. Dir, Dreieiniger Gott, sei Lob, Ehre und Anbetung jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. -AMEN-

VATER UNSER IM HIMMEL.......-AMEN-

Unsere Andacht beschließt mit einem Orgelchoral von Samuel Scheidt aus dem Jahre 1650 zu dem Abendlied EG 470: "Der du bist drei in Einigkeit".

Eine gesegnete Woche voller Glauben, Liebe und Hoffnung wünschen mit herzlichen Grüßen Ihr Pfarrer Manfred Greinke und Ulrike Lau-Hartl.

Es segne und behüte dich der allmächtige und barmherzige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. -AMRN-