Geistliche Impulse

geschrieben und besprochen von Pfarrer Manfred Greinke.

                            

Herzlich willkommen zum persönlichen Gebet mit geistlichem Impuls zur Stärkung am Sonntag "Sexagesimae" (=60 Tage vor dem Auferstehungsfest) 2022!

Wenn Sie die Audio-Version dieser Andacht eingeschaltet haben: Das Eginger Glockengeläut lädt ein zur Andacht. Zu Beginn erklang eine Orgelchoral von Johann Gottfried Walther (1684-1748) zu dem Lied "Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören".

Der Wochenspruch für die neue Woche lautet: "Heute, wenn ihr seine Stimme höret, so verstockt eure Herzen nicht!" (Hebräer 3,15)

Liebe Schwestern und Brüder!

"Gottes Stimme" scheint oft gar zu leise zu sein im Stimmgewirr so vieler Stimmen, die uns erreichen, beeinflussen und womöglich nanipulieren wollen. Wie findet man sie heraus? Jesus sagt: "Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich." Und: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir..."

Es hat also - jedenfalls für uns Christen - immer etwas mit Jesus Christus zu tun. Denn er ist unser guter Hirte. Und es geht darum, dass wir uns danach sehnen, ihn immer besser kennenzulernen. Dann werden wir auch durch ihn die Stimme Gottes besser identifizieren lernen. Doch was ist ein verstocktes Herz? So wird`s umschrieben: "Starrsinnig, in hohem Grade ohne Einsicht, in einer bestimmten inneren Haltung verharrend, zu keinem Nachgeben bereit".

Das sind also Menschen, die gegen vernünftige Argumente resistent sind, ja sogar gegen Gottes Liebes-Argumente. Der unbekannte Verfasser des Hebräerbriefes warnt vor einer solchen Herzenshaltung, denn sie schadet einem nur selbst und nützt niemanden.

Und er bedient sich dabei eines Verses aus dem Psalm 95, der eigentlich dazu einlädt, sich zu freuen, frohlocken und fröhlich zu sein. Manch ein Mensch aber feiert geradezu seinen Gram und lebt seine Verzweiflung aus, anstatt fröhlich in Hoffnung zu sein. Solchen sagt der Psalm 95 und mit ihm der Verfasser des Hebräerbriefes voraus, dass sie nicht zur Ruhe Gottes kommen werden.

Darum: Es gibt nichts Besseres, als die Stimme Gottes zu hören, manchmal sogar in Form der Stimme eines liebevollen Menschen. -AMEN-

Wer möchte, bete mir:

Herr Gott, lieber himmlischer Vater. Ich danke dir dafür, dass du ein mitteilungsfreudiger Gott bist, und uns Menschen so geschaffen hast, dass wir deine Stimme mit dem Herzen hören können. Dafür preise ich dich und bitte dich: Wehre den gar zu lauten anderen Stimmen, die dich zu übertönen suchen! Hilfe mir, deine Stimme zu hören und ihren Wohlklang im Herzen zu genießen. Durch Jesus Christus, unsern Herrn und Hirten, der uns so beten gelehrt hat:

VATER UNSER IM HIMMEL...... -AMEN-

Meine Liedempfehlung:

EG 197 "Herr, öffne mir die Herzenstür". (Auch im Internet zu finden unter: www.evangeliums.net 197 Herr, öffne mir die Herzenstür)

Von Georg Friedrich Händel (1685-1759) erklingt zum Beschluss eine kleine fröhliche Fuge in C-Dur.

Es segne und behüte dich der allmächtige und barmherzige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. -AMEN-

Ein gut geschultes Ohr und Herz für Gottes Stimme wünscht mit herzlichem Gruß.

Ihr Pfarrer Manfred Greinke.